Entwicklungsförderung

Hier finden Sie alle Therapiemöglichkeiten rund um den Themenbereich Entwicklungsförderungen.

Logopädie umfasst Maßnahmen zur Behandlung menschlicher Kommunikationsstörungen, zur Rehabilitation und bestmöglichen Reintegration in Alltag sowie zur Frühförderung und Beratung. 

Das therapeutische Vorgehen berücksichtigt methodische, soziale und zwischenmenschliche Aspekte. Aufgrund von Untersuchung und Diagnose werden Therapieziel und Therapieplan erstellt. Logopädie bietet unseren Patient:innen Therapie zu folgenden Schwerpunkten an:

Sprach- und Sprechentwicklung:

    • Artikulationsstörung
    • Sprachentwicklungsverzögerung (Late Talker)
    • Sprachverständnisstörung
    • Sprachentwicklungsstörung
    • Verbale Entwicklungsdyspraxie (VED)

Schlucken und Mundfunktionen:

    • Orofaciale Dysfunktion

Folgende logopädische Überweisungsgründe werden nicht bei uns im Haus behandelt:

    • Stottern, Poltern
    • Autismus-Spektrum-Störungen
    • LKGS – Spalten (Dysglossie)
    • Lese-Rechtschreib-Störungen
    • AVWS

Ergotherapie unterstützt unsere Patient:innen bei der Förderung der Entwicklung. Die Arbeit zielt darauf ab, Kindern dabei zu helfen, die Fähigkeiten zu entwickeln, die sie für eine erfolgreiche Teilnahme an alltäglichen Aktivitäten benötigen.

Die Ursachen hierfür sind z.B. angeborene oder früherworbene Störungen des Bewegungsablaufs infolge von Hirnschädigungen oder Entwicklungsstörungen, Sinnesbehinderungen, Störungen der Wahrnehmungsverarbeitung, Störungen in der Sozialentwicklung und Kommunikationsfähigkeit sowie psychische Erkrankungen (ADS/ADHS, Autismus) und geistige Behinderungen. Ergotherapie wird unter anderem bei motorischen Auffälligkeiten, Auffälligkeiten im Sozialverhalten, Konzentrationsschwächen, Schulproblemen, wie z.B. beim Lesen, Schreiben und Rechnen und visuelle und auditive Wahrnehmungsprobleme.

Hier sind einige Aufgaben und Aktivitäten, die Ergotherapeutinnen in der Pädiatrie durchführen können:

  • Entwicklungsbeurteilung
  • Behandlungsplanung
  • Motorische Entwicklung fördern: Die Förderung der fein- und grobmotorischen Fähigkeiten steht im Fokus. Dies kann die Entwicklung von Greif-, Schreib- und Selbstversorgungsfähigkeiten beinhalten.
  • Sensorische Integration: ErgotherapeutInnen können mit Kindern arbeiten, um ihre sensorische Integration zu verbessern, was dazu beiträgt, Reize aus der Umwelt besser zu verarbeiten.
  • Selbstversorgungsfähigkeiten: Die Förderung von Selbstständigkeit in alltäglichen Aktivitäten wie Anziehen, Essen und Hygiene ist ein wichtiger Aspekt der Arbeit mit Kindern in der Pädiatrie.
  • Kognitive Fähigkeiten: ErgotherapeutInnen unterstützen die kognitive Entwicklung, einschließlich Aufmerksamkeit, Konzentration, Gedächtnis und Problemlösungsfähigkeiten.
  • Soziale Kompetenzen: Die Förderung von sozialen Fähigkeiten, Teamarbeit und Kommunikation ist ebenfalls ein wichtiger Bereich in der Pädiatrie.
  • Elternberatung: ErgotherapeutInnen arbeiten eng mit den Eltern zusammen, um sie in die Behandlung einzubeziehen, Ratschläge zu geben und ihnen Werkzeuge an die Hand zu geben, um die Entwicklung ihres Kindes zu unterstützen.
  • Therapiespiele und Aktivitäten: ErgotherapeutInnen nutzen oft spielerische Ansätze und spezielle Aktivitäten, um die Motivation der Kinder zu fördern und eine positive Lernumgebung zu schaffen

PhysiotherapeutInnen im Bereich der Pädiatrie sind SpezialistInnen hinsichtlich der motorischen Entwicklung eines Säuglings bis hin zum/zur Jugendlichen. Das Spektrum physiotherapeutischer Maßnahmen in der Pädiatrie ist breit gefächert (Prävention, Therapie, Rehabilitation, Palliation). Die individuellen Bedürfnisse jedes einzelnen Kindes stehen im Vordergrund. Auf Basis der physiotherapeutischen Diagnose wird (in Zusammenarbeit mit den Eltern) die Behandlung speziell auf jedes Kind abgestimmt. Physiotherapie mit Kindern erfolgt meist auf spielerische Art mit therapeutischem Hintergrund, in kleinen Schritten und altersentsprechend.          

Beispiele für mögliche Tätigkeitsfelder im Bereich:

  • Erkrankungen der Atemwege und der Lunge
  • Erkrankungen im Bereich des Herz- und Kreislaufsystems
  • Onkologische Erkrankungen
  • Erkrankungen des Bewegungsapparates (z.B. Skoliose)
  • Störungen des zentralen oder peripheren Nervensystems
  • Neuromuskuläre Störungen
  • Fehlbildungen des Haltungsapparates
  • Juvenile chronische Arthritis
  • Infantile Cerebralparese
  • Prävention – etwa Haltungsschulung etc. (z.B. in Kindergärten, Schulen)

In unserem Ambulatorium werden wir vermehrt finden:

Orthopädischer Bereich:

  • Lageasymmetrien / Kopfdeformitäten
  • Kinder mit Haltungsschwächen
  • Kinder mit Fußproblematiken
  • Kinder mit (Wachtums-)Gelenksschmerzen
  • Kinder mit auffälligem Gangbild (Zehenspitzengang z.B.)

Neurologischer Bereich:

  • Kinder mit Entwicklungsverzögerungen (Probleme beim Erreichen von Meilensteinen)
  • Kinder mit Hypotonie
  • Kinder mit Syndromen
  • Kinder mit Cerebralparese, Spina Bifida, Ataxie…
  • Frühgeburten

Medizinische Massage bietet den Kindern und Jugendlichen ein breites Spektrum an manuellen Therapien. Diese Behandlungen sind vor allem in Begleitung zur Physiotherapie besonders effizient.

Medizinisch manuelle Therapien umfassen unter anderem folgende Behandlungen:

  • Klassische Massagen (KLM)
  • Lymphdrainagen* (MLD)
  • Mobilisierung (nach Operationen, stationären Aufenthalten, etc.)
  • Beruhigende Therapien bei Obstipationen und anderen gastrointestinalen Beschwerden
  • Elektrotherapie je nach Verfügbarkeit der Ausstattung
  • Reflexzonenmassage am Fuß
  • Myofasziale Triggerpunkttherapie
  • Bindegewebsmassage und Segmentmassage nach Absprache
  • Akupunkturmeridian-Massage (AMM)
  • Thermo- und Ultraschalltherapie je nach Verfügbarkeit der Materialien
  • Sportmassagen

Der Ablauf der Therapie:

Die ersten Behandlungen dienen der Kontaktaufnahme mit dem Patienten/dem Kind. Aufgrund des körperlichen Kontakts soll Vertrauen mit dem Kind, aber auch mit den Eltern hergestellt werden. Da Kinder zu Unruhe neigen und eine Therapieeinheit nicht länger als 20 Minuten dauert, wird empfohlen, die Eltern in die Behandlung einzubinden bzw. sogar z. B. bei der Lagerung des Kindes mithelfen zu lassen. Jeglicher Körperkontakt sollte auch mit den Erziehungsberechtigten abgeklärt werden.

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